Bezirksregierung Köln beendet Flurbereinigung Selfkant


Die erste der drei Unternehmensflurbereinigungen zur Realisierung der Bundesstraße 56n (sogenannte Selfkantstraße) im Kreis Heinsberg ist abgeschlossen. In der vergangenen Woche überreichten Vertreter der Bezirksregierung Köln die Schlussfeststellung an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft aus Millen.

Anlass der Flurbereinigung war der Neubau der rund 20 km langen Bundesstraße 56 von der deutsch-niederländischen Grenze bis zur A 46 südlich von Heinsberg. Via Staatsvertrag zwischen Deutschland und den Niederlanden wurde vereinbart, die Lücke im Autobahnnetz zwischen der A 46 und der A 2 bei Born zu schließen. Damit wird der westliche Grenzraum erschlossen und die Ortsdurchfahrten werden vom Schwerlastverkehr entlastet.

Für den ersten 6 km langen Bauabschnitt von der deutsch-niederländischen Grenze bis zur L 410 bei Großwehrhagen, wurde im Jahr 2006 das Unternehmensflurbereinigungsverfahren Selfkant eingeleitet. Dies umfasst eine Fläche von rund 700 Hektar und betrifft etwa 350 Eigentümer.

Aufgabe war es, die Flächen für den ersten Bauabschnitt zeitnah bereitzustellen und Nachteile für die allgemeine Landeskultur, insbesondere An- und Durchschneideschäden sowie Umwege, zu mindern. Mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft wurde ein neues Wirtschaftswegenetz konzipiert, wodurch in Form und Größe rationell gestaltete landwirtschaftliche Nutzflächen entstanden sind.

Die Neuordnung der Grundstücke wurde im Juli 2011 und 2013 zunächst in Entwürfen, 2014 dann endgültig im Flurbereinigungsplan vorgelegt und die Beteiligten in den Besitz der neuen Flurstücke eingewiesen. Dabei ist es gelungen, auf einen anteiligen Landabzug bei den Eigentümern zu verzichten.

Die beiden weiteren Bauabschnitte werden durch die jeweils rund 800 Hektar großen Unternehmensflurbereinigungen Gangelt I und Gangelt II begleitet.