Bezirksregierung Köln erteilt Genehmigung für den Umbau der Gleisanlagen am Clarenbachplatz


Die Bezirksregierung Köln hat vergangene Woche die Genehmigung für den Umbau eines Gleisstückes der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) im Bereich Clarenbachplatz erteilt. Anlass ist die an das Gütergleis angrenzende und von der Stadt Köln genehmigte Bebauung des Clarenbachplatzes mit einem Wohn- und Geschäftshaus. Das geplante Gebäude soll auf einer Länge von rund 200 m über die Gleisanlage gebaut werden.

Obwohl aus dem Umbau des HGK-Gleises keine neue oder erhöhte Brandgefahr ausgeht, hat die Bezirksregierung Köln weitere Untersuchungen insbesondere hinsichtlich des Brandschutzes gefordert. Denn die Überbauung einer in Betrieb befindlichen Gleisstrecke, auf der auch Gefahrgüter transportiert werden, durch ein Wohn- und Geschäftshaus ist eine Neuheit.

Im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens wurden Fachbehörden – insbesondere die Stadt Köln – beteiligt. Vom Eisenbahn-Bundesamt anerkannte Sachverständige haben weitere Stellungnahmen zum Brandschutz abgegeben. Dabei wurde von einem Brandszenario von über 90 Minuten gleichbleibend hoher Hitzeentwicklung ausgegangen. Selbst bei einer solchen Gefahrenlage werden nach dem Ergebnis der Gutachten die Vorschriften eingehalten und die Standsicherheit des geplanten Gebäudes bestätigt.

Weiterhin wird durch die Einhausung der Trasse und den vorgesehenen schallabsorbierenden Elementen, die Schallbelastung der vorhandenen Bebauung und deren Bewohner sogar etwas vermindert. Ebenso sollen die vom Gütergleis ausgehenden Schwingungsimmissionen durch den Einbau einer festen Fahrbahn verringert werden. Dabei wird das bestehende Schottergleis mit Beton- und Holzschwellen durch eine Fahrbahn in Form eines zweilagigen Betonbalkens ersetzt und die Erschütterungen somit deutlich reduziert.

Ziel der von der Bezirksregierung Köln nachgeforderten Gutachten war die Gewährleistung der Sicherheit und der Interessen der derzeitigen Anwohner sowie der künftigen Bewohner des neuen Gebäudes. Insgesamt wurde die Machbarkeit des Projektes durch die verschiedenen Gutachten belegt und alle öffentlich-rechtlichen Vorschriften eingehalten. Daher konnte die Bezirksregierung Köln der HGK die Genehmigung für den Umbau des Gleisstückes erteilen.