Next Generation - RPin Walsken fördert Entwicklung neuer Batterien mit über 9 Millionen Euro


Regierungspräsidentin Gisela Walsken fördert Projekt des Wettbewerbs „Forschungsinfrastrukturen“ in Höhe von insgesamt 9.320.657,56 Euro. Im Rahmen des Forschungsprojekt „Next Generation Batteries“ (#NetGenBat) hat sie nun drei Förderbescheide für das Projekt unterzeichnet. Diese Gelder sind Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen und Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Mit dem Wettbewerb „Forschungsinfrastrukturen“ fördert das Land NRW ausgewählte Projekte von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und auch von Unternehmen, die sich aufgrund ihrer überregionalen strategischen Bedeutung auszeichnen. Sie dienen Forschungsbeiträgen zur nachhaltigen Lösung im Bereich der Energie- und Umweltwirtschaft und stärken gleichzeitig den Wirtschaftsstandort NRW. Auch wenn in Deutschland an verschiedenen Standorten an der Entwicklung neuer leistungsfähiger Batteriesysteme geforscht und gearbeitet wird, besteht hierzulande im Vergleich zu anderen Industrienationen wie Japan oder Korea ein Aufholbedarf. An dem gemeinsamen Projekt „NetGenBat“ sind drei Forschungseinrichtungen beteiligt: die RWTH Aachen, das Fraunhoferinstitut sowie das Forschungszentrum in Jülich.

Mit dem geplanten Investitionsprojekt soll die bereits an den Instituten vorhandene Infrastruktur so ergänzt und ausgebaut werden, dass insbesondere Unternehmen in NRW für die Entwicklung von Batteriematerialien und Batteriesystemen der nächsten Generation eine optimale Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur vorfinden. Jeder der drei Beteiligten verantwortet dabei einen abgegrenzten Aufgabenbereich.

Die RWTH Aachen umfasst zwei thematische Schwerpunkte im Hinblick auf die Zielsetzung des Gesamtprojektes, welches den Aufbau einer Forschungsinfrastruktur für die Entwicklung von Batteriematerialien und Batteriesystemen der nächsten Generation erreichen möchte. Der erste Schwerpunkt liegt dabei im Aufbau eines Analysezentrums für den Bereich Batterierecycling. Der zweite Schwerpunkt liegt in der Erweiterung und Ergänzung für die Untersuchung und Erforschung von zukünftigen Produktionstechnologien und Produktionskonzepten für Batterien. Hierfür erhält die RWTH eine Förderung von rund 1,6 Millionen Euro.

Die Forschungszentrum Jülich GmbH befasst sich als Schwerpunkt mit Erforschung grundlegender Mechanismen und der Erprobung vielversprechender Material- und Zellkonzepte im Bereich Festkörperelektrolyte und darauf basierender Festkörperbatterien. Insbesondere soll die Erforschung von skalierbarer Synthesen und neuer Herstellungsverfahren ermöglicht werden. Hierfür steht eine Fördersumme von rund 5,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Das dritte Teilprojekt der Fraunhofer Gesellschaft beinhaltet die Schaffung einer Plattform - durch die die umfassende Abbildung von Prozessketten der Batterien-Anfertigung - sowie die Materialanpassung und -applikation ermöglicht wird. Beispielsweise für den Auf- und Zusammenbau leistungsfähiger neuer Batteriesysteme. Dieser Teil wird mit circa 2,4 Millionen Euro gefördert.