Beginn des Ausbaus des Wirtschaftswegenetzes und Besitzübergang im Flurbereinigungsverfahren Wassenberg


Der Ausbau der B 221n – Ortsumgehung Wassenberg – ist nun so weit vorangeschritten, dass mit dem Ausbau des ersten Bauvorhabens zum Wirtschaftswegebau im Flurbereinigungsverfahren begonnen werden kann. Am 24. September startet die ca. 350.000 € teure Wegebaumaßnahme (zwischen Vossem und der L19 – Erkelenzer Str.). Es werden ca. 3,2 km Schotterwege ausgebaut und ca. 900 m Schotter- und Grüne Wege rekultiviert. Bewirtschaftungseinheiten werden dadurch vergrößert. Es wird ein neues zeitgemäßes Wirtschaftswegenetz geschaffen, welches den heutigen Anforderungen gerecht wird, um zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe beizutragen. Das Konzept wurde von der Bezirksregierung in enger Abstimmung mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Wassenberg und deren Vorsitzenden Karl-Leo Gerighausen erarbeitet.

Zur Aufstellung und Vorlage des ersten Entwurfes zum Flurbereinigungsplan in diesem Sommer wurden im Vorfeld zahlreiche Gespräche mit den rund 220 Grundstückseigentümern geführt, in denen diese ihre Wünsche für die neue Flächenzuteilung äußerten. Daraus wurde ein erster Neuordnungsplan erarbeitet. Die neue Flurstückseinteilung wurde bereits im Frühjahr 2018 in die Örtlichkeit übertragen, damit der Besitzübergang auf die neuen Bewirtschaftungsflächen nun zum Herbst/Winter erfolgen kann.

Ziel der 2012 eingeleiteten Unternehmensflurbereinigung mit einer Größe von ca. 310 ha ist es, die für den Bau der B 221n – Ortsumgehung Wassenberg - benötigten Flächen möglichst ohne Flächenenteignungen bereitzustellen und die durch die Straße verursachten Eingriffe in die Eigentums- und Bewirtschaftungsstruktur auszugleichen. Es konnte genügend und geeignetes Tauschland erworben werden, sodass ein Landabzug der beteiligten Grundstückseigentümer vermieden wird. Die durch den Bau der B 221n verursachten vorübergehenden Schäden in den bisherigen Bewirtschaftungsflächen konnten vermieden oder zumindest abgemildert werden.

Der zweite Bauabschnitt zum Wirtschaftswegebau ist in Abhängigkeit vom Baufortschritt der B 221n für 2019 vorgesehen. Zeitgleich sollen auch die durch den Eingriff in Natur und Landschaft entstandenen Nachteile durch die Herstellung und Bepflanzung entsprechender Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden.