Regionalrat Köln beschließt Resolution zum Strukturwandel im Rheinischen Revier


Der Regionalrat Köln unterstützt mit seinem Beschluss die Eckpunkte eines Wirtschafts- und Strukturprogramms der Zukunftsagentur Rheinisches Revier. „Der Umbau des Rheinischen Reviers in eine zukunftsfähige Region ist der größte Transformationsprozess der nächsten Jahrzehnte in Europa“, so der Regionalratsvorsitzende Rainer Deppe. „Nur durch massive Investitionen in den räumlichen Umbau und in zukunftsfähige Infrastrukturen wird dieser gelingen.“ Dieses Vorhaben unterstützt auch Verkehrsminister Hendrik Wüst. Aktuell sei die Infrastruktur in einem desolaten Zustand. „Die NRW-Koalition ist sich bewusst, dass es einer großen Anstrengung bedarf, den Verkehr auf allen Trägern, Straße, Schiene und Wasser, zukunftsfähig zu machen. Wir sind bereit, alles dafür zu tun und für mehr Tempo auch mehr zu bezahlen“, versprach Wüst in der heutigen Regionalratssitzung.

Die wesentlichen Ziele und Konzepte des Rheinischen Zukunftsreviers werden in vier Zukunftsfeldern gebündelt, Energie und Industrie, Raum- und Infrastruktur, Innovation und Bildung, Ressource und Agrobusiness. Der Regionalrat Köln kündigte an, dass er die räumlichen Erfordernisse für einen erfolgreichen Strukturwandel auch in dem zukünftigen Regionalplan abbilden wird. Die Sonderstellung des Rheinischen Reviers soll bei der Ausweisung zusätzlicher Industrie- und Gewerbegebiete deutlich werden. In diesem Zusammenhang sollen qualifizierte Standorte benannt und inhaltlich profiliert werden.

Bei der Entwicklung des Regionalplanes sollen auch die Potentiale des Rheinischen Reviers als Entlastungsraum für die naheliegenden Zentren mit einbezogen werden. Ein zusammenhängendes Freiraumsystem ( wie z.B. regionale Grünzüge ) soll die Entwicklung zu einer klimawandelfreundlichen Rekultivierung und damit die Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze ermöglichen.

Der Prozess des Strukturwandels bedarf einer langfristigen Begleitung und Investitionen. Deshalb fordert der Regionalrat die Bundesregierung und das Land Nordrhein-Westfalen auf, die Region bei der Bewältigung dieser Herausforderung aktiv zu unterstützen und die erforderlichen finanziellen Mittel bereitzustellen.