Bezirksregierung Köln startet Öffentlichkeitsbeteiligung zum neuen Luftreinhalteplan Bonn


Mit Maßnahmen aus den Förderprogrammen des Bundes und des Landes verbessert die Stadt Bonn die Luftqualität nachhaltig und vermeidet Fahrverbote für Dieselfahrzeuge.

Die Bezirksregierung Köln hat unter Beteiligung der Stadt Bonn und vieler Interessengruppen einen Entwurf für die 2. Fortschreibung des Luftreinhalteplans Bonn erarbeitet. Damit wird die Luftreinhalteplanung der vergangenen Jahre fortgesetzt. Bereits im Jahr 2009 wurde für das Stadtgebiet Bonn ein erster Luftreinhalteplan aufgestellt, um die Luftqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Dieser wurde 2012 zum ersten Mal ergänzt. Durch die Umsetzung zahlreicher Maßnahmen konnten die Stickstoffdioxidwerte erheblich vermindert werden, auch wenn der Grenzwert in Bonn derzeit noch überschritten wird.

Um den Grenzwert einzuhalten und die Luftqualität zu verbessern, müssen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, die vor allem auf der Reuterstraße wirken.

Die konsequente Umsetzung der vielfältigen, aus Förderprogrammen des Bundes und des Landes geförderten Maßnahmen ermöglicht es, auch an der Reuterstraße im Jahr 2020 den Grenzwert von 40 μg/m3 Stickstoffdioxid (NO2) einzuhalten.

Im Ergebnis bündelt der Luftreinhalteplan alle wirksamen und umsetzbaren Maßnahmen in einem Gesamtkonzept.

Als lokaler Hauptverursacher schädlicher Luftbelastungen ist vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein- Westfalen (LANUV) der Straßenverkehr identifiziert worden. Deshalb wurde mit der Stadt Bonn ein wirkungsvolles Maßnahmenpaket erarbeitet. Zu nennen sind hier vor allem die auf Bundesebene vereinbarten Maßnahmen des nationalen Diesel-Gipfels (insbesondere Software-Update und Rückkaufprämie) aber auch Maßnahmen der Stadt Bonn unterstützt durch Förderprogramme (Lead City, Masterplan und „Emissionsfreie Innenstadt“). Zu diesen kommunalen Maßnahmen erarbeitet die Stadt in Zusammenarbeit mit den Fördergebern Bund und Land derzeit die Projekte. Hinzu kommen die von den Stadtwerken Bonn (SWB) vor kurzem beschlossenen Nachrüstungen der älteren Busse mit entsprechenden Filtern. Darüber hinaus können weitere Maßnahmen wie etwas Hardware-Nachrüstungen Wirkung entfalten, deren Minderungspotentiale derzeit noch nicht genau quantifizierbar sind. Mit diesem Maßnahmenkonzept wird das Ziel erreicht, die Luftqualität in Bonn nachhaltig zu verbessern und den Ausstoß von Stickoxiden zu reduzieren, ohne dass Fahrverbote nötig sind.

Der Luftreinhalteplanentwurf ist ab Montag, den 15.10.2018, unter www.bezreg-koeln.nrw.de im Internet abrufbar. Zusätzlich kann er in der Zeit vom 15.10. bis 15.11.2018 sowohl bei der Bezirksregierung Köln als auch bei der Stadt Bonn während der Dienststunden eingesehen werden. Im Rahmen dieser Öffentlichkeitsbeteiligung können Anregungen und Ideen an die Bezirksregierung Köln, Dezernat 53, Zeughausstraße 2 – 10, 50667 Köln gerichtet oder an lrp@bezreg-koeln.nrw.de gesendet werden.

Stellungnahmen zum Luftreinhalteplanentwurf sind bis zum 29.11.2018 möglich. Es ist beabsichtigt, den neuen Luftreinhalteplan im Januar 2019 in Kraft treten zu lassen.