Auf den Spuren der Wölfe in NRW


Er ist zurück in NRW – der Wolf. In den vergangenen Jahren häuften sich die Nachweise der einzelnen durchziehenden Tiere. Nun ist eine Wölfin im zuletzt ernannten „Wolfsgebiet Schermbeck“ als standorttreues Einzeltier nachgewiesen und NRW nicht mehr Wolfserwartungsland, sondern Lebensraum dieser seltenen Wildtiere. Daher hat sich der NABU NRW entschieden, unter dem Motto „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ in einem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt über das Wildtier Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken.

Kern des Projekts ist die vom NABU NRW ursprünglich gemeinsam mit den NRW-Partnerzoos initiierte interaktive Wanderausstellung, die vom 06. Dezember 2018 bis 17. Januar 2019 im Kunstflur der Bezirksregierung Köln zu sehen sein wird. Damit kehrt die zweijährige „Tour de Wolf“ durch zehn Partnerzoos in NRW und weitere Ausstellungsorte nun wieder an ihren ersten Ausstellungsort Köln zurück. An bisher 15 Standorten konnten sich so schon über eine Million Menschen über den Wolf in NRW informieren. Und trotz anhaltender Aufklärung über den Wolf, ist die Dringlichkeit dazu deutlich gestiegen.

"Ich freue mich sehr, dass die Ausstellung nun bis zum 17. Januar 2019 in der Bezirksregierung Köln zu sehen ist“ so Regierungspräsidentin Gisela Walsken. „Mit dieser Ausstellung widmen wir uns einem brandaktuellen Thema, das in der Bevölkerung noch viele Fragen aufwirft und auch Ängste mit sich bringt. Wir hoffen, dass wir dazu beitragen können, einige davon zu beantworten.“

Die bis Mitte Januar im Kunstflur der Bezirksregierung Köln gezeigte Ausstellung informiert unter anderem über Biologie und Verhalten freilebender Wölfe und stellt aktuelle Ergebnisse der Freilandforschung vor. Besucher der Ausstellung erfahren so, wie sich Trittsiegel von Hund und Wolf unterscheiden, warum Wildbiologen den Kot von Wölfen so schätzen, oder wie man mit Hunden Nutztiere schützen kann. Zusätzliche Module an diesem Ausstellungsort widmen sich der Geschichte der Domestikation des Wolfes und versuchen Antworten auf Fragen zum Umgang mit dem Wolf und zum richtigen Verhalten bei Wolfsbegegnungen für Spaziergänger mit Hund oder Reiter zu Pferd zu geben.

„Das Wissen im Umgang mit dem Wolf, wie mit anderen Wildtieren auch, ist vielfach verlorengegangen, dies gilt es wieder zu verbessern“, erklärte Christian Chwallek, stellvertretender Landesvorsitzender des NABU NRW. „Hier in Nordrhein-Westfalen haben wir die einmalige Chance, die Menschen aufzuklären noch vor der dauerhaften Rückkehr des Beutegreifers in sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet. Wir können Wissenslücken schließen und Vorurteile abbauen. Nur so lässt sich die Akzeptanz für den Rückkehrer Wolf weiter steigern.“

Im Rahmen der Ausstellung wird zusätzlich am 17. Januar 2019 um 18 Uhr im Plenarsaal der Bezirksregierung Köln eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus den verschiedenen Betroffenenkreisen zum Wolf stattfinden. Mit dabei sind Franziska von Andrian-Werburg (Bezirksregierung Köln), Gregor Klar (Landesjagdverband NRW), Andreas Schenk (Bundesverband Berufsschäfer), Peter Schütz (angefragt, Stv. Pressesprecher des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-, und Verbraucherschutz NRW) und Josef Tumbrinck (Landesvorsitzender des NABU Landesverband NRW e.V.).

Für Rückfragen:

Katharina Stenglein, Projektkoordinatorin „Die Rückkehr des Wolfes nach NRW“ beim NABU NRW, Tel.: 0211-15 92 51-45, Mail: katharina.stenglein@nabu-nrw.de

Heike Reiß, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit bei der Bezirksregierung Köln, Tel.: 0221-147-2182, Mail: heike.reiss@bezreg-koeln.nrw.de