Europäischer Fonds spült knapp 13 Millionen Euro in die Region


Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) steht für ein umfassendes europäisches Förder-Paket, das die Zukunft des Landes NRW im Blick hat. Ein Schwerpunkt des Programms ist die präventive und nachhaltige Entwicklung von strukturschwachen Stadtquartieren sowie die Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung. Deshalb wurde der EFRE Aufruf „Starke Quartiere, Starke Menschen“ in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Kommunen unserer Region haben sich mit verschiedenen Vorhaben der Stadtentwicklung hierbei erfolgreich beteiligt und Anträge auf Förderung bei der Bezirksregierung Köln gestellt. Die Projekte sind alle eingebettet in integrierte Handlungskonzepte der Kommunen und werden zusätzlich durch die Städtebauförderung NRW kofinanziert.

Folgende Städte erhalten Förderungen für geplante Maßnahmen:

Die Kreisstadt Bergheim erhält circa 1,28 Mio. Euro für die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes „Stadtteil Quadrath-Ichendorf“. Ziel der Maßnahme ist die Senkung und Prävention von Armut und deren Folgen im Quartier, die Förderung von Integration, Sicherheit, Nachhaltigkeit und die Entwicklung hin zu einem lebenswerten Wohn- und Arbeitsviertel. Unter anderem wird in den kommenden Jahren das Tierparkgelände barrierefrei in einen Naturerlebnisraum umgestaltet. Der Jakob-Bühr-Platz wird zu einem öffentlichen Kommunikations- und Begegnungsraum entwickelt und der Spielplatz Robert-Koch-Straße erneuert.

Die Stadt Radevormwald erhält Fördermittel in Höhe von circa 1,35 Mio. Euro zur Umsetzung des Handlungskonzepts „Wupperorte“. Ziel ist die Wupperorte strukturell zu stärken, die Attraktivität für Familien zu steigern und den Lebensraum aufzuwerten. Die sich abzeichnende Armutsspirale, gerade für Kinder und Jugendliche, soll unterbrochen und Gewerbe lokal angesiedelt werden. Hierzu wird ein Quartiersmanagement gegründet, um Netzwerkbildung zu fördern und bürgerschaftliches Engagements zu bündeln. Darüber hinaus wird der Kinder- und Jugendtreff „Life“ modernisiert, das Bürgerzentrum Dahlerau-Keilbeck ausgebaut und im Rahmen des „Activity Concept“ das Familienzentrum Wupper durch den Ausbau Sport- und Spielplatz „Auf der Brede“ erweitert.

Die Stadt Köln erhält für die Umsetzung des Konzepts „Starke Veedel–Starkes Köln“ circa 4 Mio. Euro Fördermittel. Ziel ist sozial benachteiligte Viertel zu stärken, Armut zu bekämpfen und die Lebenssituation zu verbessern. Hierbei wird in Ossendorf am Mühlenweg eine Trendsporteinrichtung mit Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten errichtet. In Humbold-Gremberg wird die Westerwaldstrasse ökologisch revitalisiert, um ein zusätzliches Angebot zur Freizeitgestaltung zu bieten. In Meschenich wird der Spielplatz an der Alten Kölnstrasse neu gestaltet und in Porz-Eil wird der Eiler Schützenplatz sowie der Platz an der Leidenhausener Straße zu einem multifunktionalen Begegnungsraum erweitert.

Die Stadt Stolberg erhält circa 6,3 Mio. Euro zur Unterstützung des Handlungskonzepts „Berg- und Talachse – Miteinander für Münsterbusch, Ober und Unterstolberg“. Ziel ist eine „Talachse Innenstadt“ zu kreieren, sowie den Aufbau einer strategischen Sozialplanung mit Leitbild „Soziale Kupferstadt 2030“ voranzutreiben. Hierzu wird der Geschwister Scholl Platz zum zentralen Begegnungsraum im Quartier Liester ausgebaut. Desweiteren werden einzelne Grünflächen über ein sogenanntes „Trittsteinkonzept“ miteinander vernetzt, die Obstbaumwiese „An der Bocksmühle“ sowie verschiedene Schulhöfe ökologisch aufgewertet und in Kooperation mit den Schulen bewirtschaftet. Schließlich wird das Gebäude Grüntalstraße 5 zu einem interkulturellen und generationenübergreifenden Begegnungszentrum ausgebaut.