Römische Wasserleitung im Herzen von Köln


Heute war es endlich soweit: ein Teilstück der römischen Wasserleitung wurde mithilfe eines Autokrans auf das bereits vorbereitete Fundament vor das Hauptgebäude der Bezirksregierung Köln in der Zeughausstraße gesetzt.

Durch eine Kooperation mit den Handwerkskammern Köln, Aachen und dem Berufsförderungswerk der Bauindustrie in Kerpen sowie anderweitig beteiligten Firmen ist es dem Landesverband Rheinland als Fachamt für Bodendenkmalpflege und der Bezirksregierung Köln als Denkmalbehörde gelungen insgesamt 22 Teilstücke der historischen Römerleitung zu restaurieren und weitgehend an Abnehmer zu vermitteln. Als Abnehmer übernimmt man die Restaurierungskosten in Höhe von 9.700€ und verpflichtet sich damit ein Stück des Römerkanals öffentlich zu präsentieren, mit einem Schutzdach und einer Informationstafel zu versehen und dauerhaft zu pflegen.

Auch die Bezirksregierung Köln übernimmt die Verantwortung für den Erhalt eines Teilstückes. Gegenüber der erhaltenen römischen Stadtmauer können Besucher nun ein weiteres Werk römischer Baukunst besichtigen.

Wenn alles weiter nach Plan läuft und das Wetter mitspielt, sollen die übrigen notwendigen Arbeiten bis ca. Mitte Dezember abgeschlossen sein.

Die einst 95,4 km lange römische Wasserleitung verlief von der Eifel bis nach Köln und war rund 180 Jahre lang in Betrieb. Sie lieferte 20.000m³ Trinkwasser pro Tag. Das Bauwerk wurde ab karolingischer Zeit als Baumaterial genutzt und geriet seither immer mehr in Vergessenheit.

Gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßen NRW wurde entschieden dieses Zeugnis antiker Ingenieurkunst archäologisch zu untersuchen und dokumentieren zu lassen und es somit stückweise bergen zu lassen.