Lösungskonzept für gesperrten Siegtalradweg - Das Land NRW legt Gemeinde Angebot vor


Wegen der akuten Gefahr von Felsschlägen und Hangrutschungen ist der touristisch sehr beliebte Siegtalradweg zwischen Windeck-Dreisel und -Dattenfeld seit Mitte 2019 gesperrt.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat jetzt der Gemeinde Windeck ein Lösungskonzept vorgestellt. Der ein Kilometer betroffene Wegabschnitt zwischen Windeck-Dreisel und -Dattenfeld befindet sich momentan noch im Eigentum des Landes NRW. Das Land Nordrhein-Westfalen wird sich dazu bereiterklären, seine insgesamt zehn Kilometer langen Teilabschnitte des Siegtalwegs auf dem Gebiet der Gemeinde Windeck an die Gemeinde zu übertragen. Es besteht aktuell für die Gemeinde die Möglichkeit, eine Sanierung des Weges und des angrenzenden Hanges über eine Förderung des Bundesverkehrsministeriums zu realisieren. Hiermit könnte der Hang ausreichend gesichert und der Radweg wieder freigegeben werden. Dieses Förderprogramm ist explizit für finanzschwächere Kommunen vorgesehen, die sogar Förderungen bis zu einer Höhe von 100% der Investitionskosten erhalten können. Darin förderfähig sind auch Elemente, die aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich sind, wie z.B. die Sicherung des Hanges.

Die Bezirksregierung Köln würde die Gemeinde Windeck zudem fachlich bei dem Antrag des Förderprogramms unterstützen und alle gegebenenfalls hierzu notwendige Grundlagen schaffen.

Die Gemeinde Windeck müsste zukünftig lediglich die durch die Sanierung deutlich reduzierten Unterhaltungskosten des Wegeabschnittes tragen.

Ursprünglich dienten Teile des Siegtalradwegs der Gewässerunterhaltung der Sieg. Hierfür stehen allerdings seitens des Landesumweltministeriums keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung. Der Weg wird inzwischen ausschließlich touristisch genutzt und wird für die Gewässerunterhaltung der Sieg nicht mehr benötigt.