Bezirksregierung Köln weist das Naturschutzgebiet „Basaltsteinbruch Eitorf-Stein“ im Rhein-Sieg-Kreis aus


Die Bezirksregierung Köln hat erneut das Naturschutzgebiet „Basaltsteinbruch Eitorf Stein“ ausgewiesen. Am 18.02.2021 ist die Verordnung in Kraft getreten und hat damit die zuvor bestehende, nach fast 20 Jahren ausgelaufene Verordnung abgelöst. Nach wie vor ist das Gebiet aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Das 13,2 Hektar große Naturschutzgebiet, das zum größten Teil auch ein durch die EU ausgewiesenes FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) ist, liegt im Rhein-Sieg-Kreis in der Gemeinde Eitorf, nördlich direkt angrenzend an die Ortslage Stein. Es umfasst schutzwürdige Offenlandbereiche mit vielen Kleingewässern als Lebensraum für Amphibien sowie besonders schützenswerte Waldbereiche. Ziel der Verordnung ist es, die naturnahen Laubwaldbestände und die vorhandenen Gewässer als Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schützen und zu entwickeln.

Das Schutzgebiet zeichnet sich durch das Vorkommen seltener Amphibien und Reptilienarten aus, die im Offenlandbereich in den zum Teil künstlich angelegten Klein- und Kleinstgewässern einen Lebensraum finden. Umgeben ist das Offenland von den angrenzenden naturnahen Waldgesellschaften, insbesondere des Hainsimsen-Buchenwaldes mit seinen abwechslungsreichen Lebensräumen mit naturnaher Entwicklung. Das Schutzgebiet wird außerdem durch seine große Strukturvielfalt und dem vielfältigen Mosaik verschiedenartiger Biotope, wie z.B. vegetationsloser Schutthalden, Sukzessionswald, Totholz, sowie Feucht- und Trockenbereiche charakterisiert.

Eine historisch landeskundliche Bedeutung erhält das Gebiet insbesondere durch den ehemaligen Basaltsteinbruch und der im Gebiet auftretenden schutzwürdigen Archivböden auf Vulkanitgestein. Die vorhandenen Basaltsäulenwände und Blockhalden, sowie die unterschiedlichen Gehölzsukzessionsstadien tragen besonders zur Einzigartigkeit und Schönheit des Gebietes bei.

Im Amtsblatt der Bezirksregierung Köln, Nr. 9, vom 01.03.2021 können Text und Karte der Verordnung eingesehen werden. Text und Karte können ebenfalls über die Website der Bezirksregierung im pdf-Format heruntergeladen werden.