Unangekündigte Inspektion bei Currenta Dormagen


Bezirksregierung Köln überprüft Sondermüllverbrennungsanlage

Am 1. September hat die Bezirksregierung Köln mit zwei spezialisierten Überwachungsteams bei der Sondermüllverbrennungsanlage (SMVA) der Firma Currenta in Dormagen eine unangekündigte Inspektion durchgeführt. Anlass war der Ausfall der SMVA in Leverkusen durch die Explosion am 27. Juli und der damit entstandene Entsorgungsengpass in den Chemieparks Leverkusen und Dormagen. Kontrolliert wurden die aufgrund des Unfalls erforderliche Zwischenlagerung der Abfälle, die Zulässigkeit und das Management der Entsorgung in der Dormagener Anlage sowie das Sicherheitsmanagement im Betriebsbereich auf Grundlage der Störfall-Verordnung. Darüber hinaus wurde überprüft, ob alle gesetzlich vorgeschriebenen Selbstüberwachungsmaßnahmen des Betreibers und die erforderlichen technischen Kontrollen durch zugelassene Überwachungsstellen erfolgreich durchgeführt wurden. Bei der Inspektion wurden keine Mängel festgestellt und auch die Organisation des Entsorgungs- und Sicherheitsmanagements war nicht zu beanstanden.

Im Rahmen der Anlagenbegehung wurden der Zustand des Tanklagers, der Übernahmestationen und der Bereich der Übernahme flüssiger Abfälle in den Drehrohrofen überprüft. Bei der Kontrolle der für die Verbrennung bestimmten Abfälle wurden Proben aus den Abfallanlieferungen für die Analytik im Labor des Landesumweltamtes genommen. Eine Verbrennung des Abfalls, der in Leverkusen zur Explosion geführt hat, findet in der Anlage in Dormagen nicht statt. Andere Verbrennungsanlagen für diesen Abfall im In- und Ausland wurden direkt nach dem Unfall durch die Bezirksregierung gewarnt.