Baustellenmanagement bei der Bezirksregierung Köln: Sondersitzung zu den Auswirkungen des Jahrtausendhochwassers auf die Verkehrswege


Bezirksregierung Köln koordiniert flexibles Umleitungskonzept zur Verbesserung der Verkehrssituation in den vom Unwetter betroffenen Kommunen

Am heutigen Freitag trafen Vertreter der Bezirksregierung Köln, der Autobahn GmbH, des Landesbetrieb Straßenbau NRW, der Deutschen Bahn, des Nahverkehr Rheinland sowie Verantwortliche betroffener Kommunen und Unternehmen im Plenarsaal der Bezirksregierung zusammen, um in einer Sondersitzung zur aktuellen Situation der Autobahnen, der Bundes- und Landstraßen sowie des (schienengebundenen) ÖPNV im Regierungsbezirk in Folge des Jahrhunderthochwassers zu berichten.

Der schienengebundene ÖPNV verzeichnet Schäden an rund 50 Brücken, 40 Stellwerken, 180 Bahnübergängen und über 1000 Oberleitungs- und Signalmasten. Dabei reichen die Schadensbilder von dem Totalverlust bis zu auf den ersten Blick nicht erkenn- oder begutachtbaren Folgen des Hochwassers. Die Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten an Gleisen, Brücken, Oberleitungsmasten, Bahnübergängen sowie Stellwerken, Bahnhöfen und Technik laufen in den kommenden Wochen und Monaten ununterbrochen weiter – auch an Strecken, die bereits wieder für den Zugverkehr freigegeben sind. Um langfristige Schäden an der Infrastruktur auszuschließen, setzt die DB auch Spezialist:innen ein, die die Bauwerke und den Untergrund von Bahnhöfen unter anderem mit einem Georadar untersuchen. Ziel der DB ist es, bis Jahresende rund 80 Prozent der vom Hochwasser betroffenen Strecken für die Reisenden wieder befahrbar zu machen.

Insbesondere für die Autobahnen A 61 und A 1, die Bundesstraßen B 265 und B 258 sowie die Landstraßen L 182, L 194, L113 und L 119 sind durch das Wetterereignis schwere Bauwerksschäden durch Unterspülung und Böschungsabrutsche entstanden. Nachdem im Verlauf und unmittelbar nach den eigentlichen Wetterereignissen der Fokus aller Bemühungen zunächst auf Sicherungsmaßnahmen an den jeweiligen Schadstellen und im betroffenen Gesamtnetz in Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk lag, folgten direkt anschließend die dezidierten Schadensaufnahmen und -analysen sowie die zurzeit laufenden Instandsetzungsmaßnahmen. Zur Prävention im Falle zukünftiger Extremwetterlagen werden zudem Maßnahmen getroffen, um die Autobahn- und Straßeninfrastruktur besser zu schützen. Angedacht ist z.B. eine mögliche Vergrößerung der Durchlässe unter den Fahrbahnen.

Zeitgleich wird durch ein räumlich flexibles Umleitungskonzept eine Verbesserung der Verkehrssituation erreicht. Hiernach wird der Durchgangsverkehr nicht in die vom Hochwasser betroffenen Gebiete geleitet. Die Kommunen werden dadurch verkehrlich entlastet. Konkret wird unter anderem der Fernverkehr großräumig über die A 3 umgeleitet. Regionale Umleitungen erfolgen über die A 4, die A 555 und die A 565.

In den Kommunen wird z. B durch Halteverbote, Änderungen der Signalschaltungen und Maßnahmen zur Unterbindung von Schleichverkehren eine Verflüssigung des Verkehrs erzielt.

Auch künftig wird die Bezirksregierung Köln die Koordinierung der Konzeptmaßnahmen in Form von Verkehrsbesprechungen und einem Baustellenmanagement beibehalten. Regierungspräsidentin Gisela Walsken: „Auch wenn schon einiges erreicht worden ist, bleibt noch viel zu tun. Mein Haus wird weiterhin als Koordinator und Berater der betroffenen Stellen sein.“

Alle Informationen und Details zu Schäden, den getroffenen und geplanten Maßnahmen und der weiteren Planung finden Sie unter: https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/presse/2021/