Bezirksregierung Köln setzt Wasserschutzgebiet Nachtigällchen und Mariaschacht fest


Die Bezirksregierung Köln hat im Interesse der öffentlichen Wasserversorgung das Wasserschutzgebiet Nachtigällchen und Mariaschacht neu festgesetzt. Die Verordnung ist am 14.02.2022 in Kraft getreten. Die Wasserschutzgebietsverordnung gilt nach den Bestimmungen des Landeswassergesetzes NRW unbefristet.

Das Wasserschutzgebiet dient dem Schutz der Gewässer im Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlagen Nachtigällchen und Mariaschacht der WAG Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH. Diese betreibt die Grundwassergewinnungsanlagen Nachtigällchen und Mariaschacht in der Kupferstadt Stolberg zur öffentlichen Trink- und Brauchwasserversorgung von Teilen der Stadt Stolberg sowie von Teilen der Stadt Eschweiler.

Das Wasserschutzgebiet erstreckt sich im Gebiet der Stadt Stolberg auf Teile der Gemarkungen Gressenich, Stolberg und Breinig. Es gliedert sich in drei Zonen, in denen jeweils abgestufte Regelungen gelten. Durch die Schutzgebietsverordnung werden Bestimmungen u.a. zur Bauleitplanung, zu Abwasser und Kanalisation, zu wassergefährlichen Stoffen und zur Landwirtschaft getroffen. Durch die Regelungen soll im Interesse der Bevölkerung das Trinkwasservorkommen vor einer Schadstoffbelastung geschützt werden. In der geplanten Schutzzone II befindet sich das Naturschutzgebiet Schlangenberg mit Vorkommen des geschützten Gelben Galmeiveilchens. Aufgrund der besonderer Regelungen zur Freilandtierhaltung in diesem Bereich wird den naturschutzrechtlichen Anforderungen entsprochen.

In dem von der Bezirksregierung Köln durchgeführten Festsetzungsverfahren wurde der Verordnungsentwurf öffentlich ausgelegt und die Träger öffentlicher Belange beteiligt. Die eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen wurden bewertet und soweit wie möglich berücksichtigt.

Die Verordnung mit den Karten kann online im digitalen Amtsblatt der Bezirksregierung Köln, bei der Stadt Stolberg sowie bei der Unteren Wasserbehörde der StädteRegion Aachen während der Dienstzeiten eingesehen werden.