Bessere Luft in den Städten des Kölner Regierungsbezirks


Die Luftreinhaltepläne der Bezirksregierung Köln zeigen Wirkung – und das ohne ein Dieselfahrverbot. Mit dem Jahr 2021 liegen bereits das zweite Jahr in Folge alle Jahresmittelwerte für Stickstoffdioxid im Regierungsbezirk unterhalb des Grenzwertes von 40 µg/m3.

Dies zeigen Messergebnisse der Luftqualitätsmessungen für das Jahr 2021, die die Bezirksregierung Köln vom Landesumweltamt NRW (LANUV) erhalten hat. Das LANUV betreibt viele Messstellen, gerade in verkehrsreichen Orten, um die Luftqualität kontinuierlich zu überwachen. Dabei wurden eindeutige Verbesserungen festgestellt. Der höchste Wert wurde in Köln am Clevischen Ring mit 36 µg/m3 ermittelt. Die Werte an anderen Messstellen in Köln, Aachen, Bonn und Düren liegen zwischen 30 bis 34 µg/m3.

Viele Jahre lagen die Werte insbesondere an verkehrsreichen Straßen für Stickstoffdioxid deutlich über 40 µg/m³, in verschiedenen Städten an einigen Messstellen im Bereich von 50 bis 60 µg/m³. Dazu zählen im Regierungsbezirk Köln die Städte Bonn, Aachen, Düren und Köln. In Düren, wo an einer viel befahrenen Durchgangsstraße die landesweit höchsten Messwerte auftraten, liegt der Jahresmittelwert inzwischen bei 33 µg/m3 und damit deutlich unter dem Grenzwert.

„Die Messwerte zeigen, dass die erarbeiteten Maßnahmen zur Luftreinhaltung greifen. Auch ohne ein Dieselfahrverbot konnten wir erreichen, dass sich die Luftqualität in den Städten des Regierungsbezirks verbessert hat. Ich freue mich, dass wir durch die gemeinsame Arbeit für eine gesteigerte Lebensqualität der Menschen in unserer Region sorgen konnten.“, so Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Hintergrund:
In der Vergangenheit befand sich die Stickstoffdioxidkonzentration trotz Maßnahmen der Luftreinhaltungsplanung lange auf hohem Niveau. Mit der Verdeutlichung des Einflusses der hohen Emissionen aus den Dieselfahrzeugen wurden Dieselfahrverbote gefordert teilweise auch durchgesetzt. Um die umstrittene Maßnahme Dieselfahrverbote zu vermeiden, haben betroffene Kommunen alternative Maßnahmenkonzepte aufgestellt und umgesetzt. Dabei handelt es sich um verkehrliche Maßnahmen mit Ansätzen zu Verkehrswende, wie die Stärkung des Radverkehrs und ÖPNV, veränderte Verkehrsführung und noch einiges mehr. Dementsprechend wurden die Luftreinhaltepläne von der Bezirksregierung Köln angepasst.