Bernberg


Durch das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren werden Voraussetzungen für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Forstbewirtschaftung im Privatwald geschaffen.

Auf Anregung der Forstbetriebsgemeinschaft Gummersbach, in der ein Großteil der Teilnehmer organisiert ist, hat die Flurbereinigungsbehörde das Verfahrensgebiet im Hinblick auf ein mögliches Flurbereinigungsverfahren untersucht. Mittels eines ländlichen Bodenordnungsverfahrens können im Flurbereinigungsgebiet die Voraussetzungen für eine nachhaltige, wettbewerbsfähige Forstbewirtschaftung geschaffen werden. Dies geht einher mit einer Steigerung der Eigentumswerte.
Die Besitzstruktur im Verfahrensgebiet ist geprägt durch eingestreuten Klein- und Kleinstbesitz. Vorhandene Holzpotentiale können derzeit nicht oder oftmals nur unwirtschaftlich genutzt werden. Die Ziele des Verfahrens können nur erreicht werden, wenn der kleinparzellierte Waldbesitz zu größeren betriebswirtschaftlich zweckmäßigen Größen zusammengelegt wird, so dass Arbeits- und Maschinenkosten gesenkt werden.
Mindestens ein Drittel des Geländes ist aktuell nicht wirtschaftlich und ein weiteres Drittel nur schwierig zu nutzen. Alle Straßen sind für den LKW-Verkehr gesperrt und sehr eingeschränkt für die Holzwerbung geeignet. Einige Randlagen sind durch Bebauung abgeschnitten. Die angrenzenden Steilhänge können unter ökonomischen und, im Falle von Gewässerquerungen, auch landschaftsschützenden Aspekten nur stark erschwert oder gar nicht bewirtschaftet werden. Eine Erschließung der Steilhänge über die Bergkuppen fehlt im Verfahrensgebiet vollständig. Daher bedarf es zusätzlich einer gesicherten Erschließung aller Waldgrundstücke durch Neubau oder verbesserten Ausbau vorhandener Waldwege und Schaffung von Holzlagerplätzen, wie es den Anforderungen einer zeitgemäßen Waldbewirtschaftung entspricht. Erst durch den Wegebau in Verbindung mit einer Arrondierung des zersplitterten Grundbesitzes ist eine wirtschaftliche Nutzung im gesamten Flurbereinigungsgebiet möglich. Dadurch wird auch die bisher kaum mögliche Bildung von größeren Holzlosen ermöglicht.
Dem gesamten Verfahrensgebiet liegt das Urkataster zugrunde, so dass die Auffindbarkeit von Grundstücken oft nicht möglich ist. Außerdem stimmt das Kataster teilweise nicht mit der örtlichen Wegeführung überein. Mittels der Flurbereinigung wird erstmalig ein Katasterwerk mit eindeutigen Grenzen hergestellt und die rechtlichen Verhältnisse an Grundstücken und Wegen werden geordnet.
Zudem ist das Flurbereinigungsgebiet Teil der LEADER-Region „Oberberg“. Die Lokale Entwicklungsstrategie für diese Region hat Strukturmängel festgestellt und schlägt im Handlungsfeld „Wirtschaft in der Region“ ein Projekt Waldflurbereinigung vor.

Aktenzeichen: 33.43 - 51701
Verfahrensart: Vereinfachte Flurbereinigung nach § 86 FlurbG
Verfahrensgröße: 294 ha
Anzahl der Eigentumsverhältnisse: 250
Beteiligte Städte / Gemeinden: Oberbergischer Kreis: Stadt Gummersbach
Aufklärungstermine29.09.2016
Einleitungsbeschluss02.10.2017
Wahl des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft19.04.2018
Wege- und Gewässerplan nach § 41 FlurbG
Offenlage der Wertermittlungsergebnisse
Feststellung der Wertermittlungsergebnisse
Planwunschtermine
Bekanntgabe des Flurbereinigungsplanes
Vorläufige Besitzeinweisung
Anhörungstermin zum Flurbereinigungsplan
Eintritt des neuen Rechtszustandes
Ersuchen zur Grundbuchberichtigung
Ersuchen zur Berichtigung des Liegenschaftskatasters
Schlussfeststellung

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