Firma Leppe-Edelstahl Chr. Höver und Sohn GmbH und Co. KG, Oberleppe 14, 51789 Lindlar


Az. 53.0027/17/3.6.1.2-Krö

Gemäß § 5 Absatz 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) vom 24.02.2010 (BGBl. I S. 94) in der zurzeit gültigen Fassung (Stand 08.09.2017 BGBl. I S. 3370, 3376) wird hiermit folgendes bekannt gegeben:

Die Firma Leppe-Edelstahl Chr. Höver & Sohn GmbH & Co. KG, Oberleppe 14, 51789 Lindlar hat folgendes Vorhaben auf dem Betriebsgelände Oberleppe 14, Gemarkung Breun, Flur 38, Flurstück 796 beantragt:

Antrag nach § 16 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) zur wesentlichen Änderung der Anlage zum Umformen von Stahl durch Warmwalzen (Ringwalzwerk) in Verbindung mit der Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Anlage zur Erzeugung von Prozesswärme in Verbrennungseinrichtungen mit einer Feuerungswärmeleistung von insgesamt 20,875 MW durch den Einsatz von Gasen der öffentlichen Gasversorgung. Der Genehmigungsantrag beinhaltet insbesondere die Erhöhung der Walzkapazität im Ringwalzwerk auf 3,5 t/h, sowie die Installation mehrerer neuer Warmbehandlungsöfen. Im Rahmen der Erweiterung werden eine neue Ringwalzhalle, eine neue Sägerei und eine neue Warmbehandlungshalle gebaut.

Bei dem vorliegenden Antrag handelt es sich um die Änderung eines Vorhabens nach Nr. 3.6 der Anlage 1 des UVPG (Ringwalzwerk), in Verbindung mit der Neuerrichtung eines Vorhabens nach Nr. 1.2.2.1 der Anlage 1 des UVPG (Feuerungsanlage). Für beide Vorhaben wurde in einer gemeinsamen allgemeinen Vorprüfung nach §9 Abs. 3 Nr. 2 UVPG untersucht, ob die Änderung und die Neuerrichtung zusätzliche erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen hervorrufen können.

Die Prüfung des Vorhabens hat ergeben, dass zusätzliche erhebliche nachteilige Auswirkungen hinsichtlich der Schutzgüter Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit, Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter sowie Wechselwirkungen zwischen den vorgenannten Schutzgütern nicht zu erwarten sind.

Aus dem Änderungsvorhaben resultieren zwar höhere Emissionsmassenströmen an Luftschadstoffen, diese führen jedoch nicht zu einer erheblichen Beeinträchtigung von Schutzgebieten entsprechend der Nr. 2 der Anlage 3 des UVPG. Vorgeschriebene Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit werden weit unterschritten. Auch wird sich das Vorhaben auf die Schallimmissionssituation in der Umgebung nicht erheblich auswirken. Auswirkungen auf den Natur- und Artenschutz sowie relevante Bodenbelastungen finden nicht statt, da für das Vorhaben eine bereits versiegelte und im Betrieb genutzte Fläche überbaut wird. Eine erhebliche Beeinträchtigung des naheliegenden Gewässers wird nicht erfolgen und wassergefährdende Stoffe werden entsprechend der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) gehandhabt. Damit ist eine Gefährdung des Grundwassers und anderer Gewässer ausgeschlossen. Somit ist die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung im Rahmen dieses immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens entbehrlich.

Köln, den 23. März 2018
Im Auftrag
gez. Kröger